Vom Pixel zur Malerei
Mich interessiert der Moment, in dem aus einem technischen Bild eine eigenständige visuelle Erfahrung wird. Pixel, fotografische Fragmente, Farbflächen und gemalte Strukturen sind dabei unterschiedliche Werkzeuge, mit denen ich Bilder entwickle und Wahrnehmung untersuche.
Die digitale Welt ist für mich nicht nur ein Produktionsmedium, sondern ein Teil unserer heutigen Realität. In meinen Arbeiten wird sie zum Ausgangspunkt für Fragen nach Erinnerung, Identität, künstlicher Intelligenz und der Art, wie Bilder entstehen und gelesen werden.
Mit Dreaming AI entstehen Bildwelten, die sich mit der Vorstellung eines maschinellen Sehens beschäftigen. Flying Pixels untersucht die Bewegung und Auflösung digitaler Bildelemente, während ColorField und Context Studies stärker mit Farbe, Raum und Wahrnehmung arbeiten.
Mit den Acryl Paintings kommt eine unmittelbare, körperliche Ebene hinzu. Farbe wird nicht mehr als digitales Signal, sondern als Material, Oberfläche und Spur eingesetzt. Dadurch entsteht ein spannender Gegensatz – und zugleich eine Verbindung – zwischen Bildschirm und Leinwand, Berechnung und Intuition.
So entstehen Arbeiten, die sich nicht eindeutig einem Medium zuordnen lassen. Sie bewegen sich zwischen Fotografie, Pixel Art, digitaler Kunst und Malerei und suchen ihren eigenen Raum zwischen analoger Erfahrung und digitaler Wirklichkeit.